Sternenfotografie

  • Hier ein paar Tipps für die Fotografie von Sternen

    Sternefotografie

Sternenfotografie

Ich habe einige Zeit damit verbracht, Sterne zu fotografieren. Hier einige Dinge, die ich dabei gelernt habe

Dunkler Ort

Lichtverschmutzung verfälscht das Bild

Es ist leider fast unmöglich, einen komplett dunklen Ort zu finden um Fotos zu schiessen. Allerdings kann man darauf achten, dass man einen Ort sucht, der möglichst wenig Lichtverschmutzung aufweist, an dem man viele Sterne von blossem Auge sieht.

Setting

Finden Sie einen Ort, der in Kombination mit Sternen gut aussieht

Es ist wichtig, dass nicht nur Sterne zu sehen sind auf dem Bild, das wirkt langweilig. Ein Haus, ein schöner Baum, die Stadt, der Strand, ein Fluss... es braucht einen Boden, über dem die Sterne sichtbar sind.

Kameravoraussetzungen

Ist meine Kamera geeignet für Sternenfotografie?

Es ist nicht zwangsläufig so, dass man eine sündhaft teure Kamera braucht für ein Sternenbild. Auch ein Handy kann unter Umständen Sterne festhalten.

  • kann man ihre Kamera / ihr Handy auf ein Stativ klemmen?
  • kann man bei ihrer Kamera selber bestimmen, wie lange sie belichten soll? (es sind mindestens 10-15 Sekunden nötig)
  • kann man ihre Kamera dazu zwingen, ein Bild aufzunehmen, auch wenn sie nichts scharfstellen oder "erkennen" kann?

Falls ja, dann haben Sie gute Karten, Sterne zu fotografieren.

Optimal ist, wenn Sie dann auch noch die Möglichkeit haben, die Bilder in "RAW" Format aufzunehmen, da dies bei der Nachbearbeitung viele Vorteile gibt.

Foto aufnehmen

Einstellungen für die Kamera

Ihre Kamera befestigen Sie auf einem Stativ und stellen sicher, dass sie da ganz ruhig stehen kann (bei Wind muss das Stativ unter Umständen beschwert werden durch Steine oder ähnliches)

Leider sind die Einstellungen bei jeder Kamera sehr unterschiedlich, darum kann ich nicht pauschal sagen, was die besten Einstellungen sind für Ihr Modell. Wichtig ist, dass sie lange belichten und viel Licht rein lassen (kleine Blendenzahl). Je weniger ISO sie benötigen, desto besser das Resultat, weil es dann weniger "rauscht". Allerdings: Wenn Sie auf Ihrem Display nichts erkennen können nachdem Sie ein Bild aufgenommen haben, dann müssen Sie die ISO Zahl, die Belichtungszeit und die Blendengrösse anpassen. Denn wenn Sie auf ihrem Display nichts sehen können, werden Sie auch am Rechner später nichts sehen.

Bei mir sind folgende Einstellungen meist ausreichend:

  • ISO: 1600-3200
  • Blende: 4.5
  • Belichtungszeit: 8-15 Sekunden

Hinweis: Je länger Sie belichten (ab circa 20 Sekunden) um so eher geschieht es, dass sie Streifen statt Sternenpunkte kriegen, da dann die Rotation der Sterne am Himmel sichtbar wird.

Nachbearbeitung

Nach der Aufnahme vor Ort ist es bei Sternenfotografie fast unausweichlich, die Bilder im Nachhinein zu bearbeiten, um die Sterne besser sichtbar zu machen.

beforeafter

Bei der Nachbearbeitung ist vieles Geschmackssache. Was ich hier beim "Vorher-Nachherbild" zeigen wollte ist, was machbar ist, beziehungsweise, wieviele Sterne man sehen könnte, wenn man die Helligkeit massiv hoch schraubt. Leider passiert es dann, dass das Bild wahnsinnig körnig wirkt. Somit geht es nun darum, eine gute Mischung zu finden zwischen Helligkeit des Bildes und dessen Rauschen (Körnigkeit).

Hier einige Basis-Sachen:

  • Helligkeit: holt Sterne hervor
  • Kontrast: lässt schwach scheinende Sterne verschwinden, entfernt aber auch Körnigkeit
  • Lichter: holt die ganz hellen Stellen des Bildes noch mehr hervor
  • Schatten: verdunkeln die dunkeln Stellen - hier empfiehlt es sich, die Schatten aufzuhellen
  • Sättigung: falls Sie Bilder haben, auf denen Städte und Lichter sichtbar sind, kann es reizvoll sein, diese intensiver zu machen
  • Vignettierung: oft macht die Kamera die Ecken dunkler als die Mitte des Bildes. Bei Sternbildern macht es oft Sinn, die Ecken aufzuhellen

Programme, die sich eignen:

Auf dem Handy sind Programme wie "Photodirector" oder "Snapseed" sehr zu empfehlen. Sie sind einfach nutzbar und vor allem Snapseed hat viele Funktionen und kann sehr dezent arbeiten

Am Rechner empfiehlt sich die Software Photoshop oder Lightroom, vor allem bei Bildern im Raw-Format.

Bildergallerie

Hier einige Bilder, die ich gemacht habe:

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